Technische Textilien retten Leben: 4. Geotextilien

Technische Textilien machen den Unterschied. Man findet sie in Atemschutzmasken, Dekontaminationseinheiten, Quarantänevorhängen, Triage-Zelten, Matratzenschonern, medizinischer Interventionskleidung, Zwischenlagerräumen, Schürzen, beim Bau von Notfall-Krankenhäusern etc. . Technische Textilien schützen und retten Leben, heute mehr denn je.

Was sind technische Textilien?

Technische Textilien sind, neben den Mode- und Ausstattungstextilien, die dritte Säule der Textilindustrie. Es handelt sich um eine Sammlung von Textilprodukten, die eine Lösung für eine ganze Reihe von sozialen und industriellen Herausforderungen bieten.
Und heute gibt es mehr Herausforderungen als je zuvor. Das Corona-Covid-19-Virus hält die ganze Welt festim Griff. Mit aller Kraft bekämpfen wir dieses abscheuliche Virus. Technische Textilien spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wie, was und warum wird in dieser Serie behandelt. In diesem Artikel heben wir Geotextilien hervor.

Geschwindigkeit ist der Schlüssel

Wenn Sie nicht in der Branche tätig sind, benutzen Sie diesen Ausdruck nicht. Und doch haben wir alle täglich damit zu tun: Auf Straßen, Eisenbahnen, Deichen, in Deponien, in Teichen, Schwimmbädern, erhöhten Rändern, in Tunneln, Fußwegen, auf Dächern, grünen Dächern und grünen Fassaden an unseren Häusern und Gebäuden. Ohne Geotextilien wird fast nichts gebaut oder gefertigt.
Bei Pandemien, wie wir sie heute erleben, kann die Bedeutung von Geotextilien nicht größer sein. Für den Bau von Notfalleinrichtungen oder Feldlazaretten muss der Boden schnell und effizient verstärkt und/oder abgedichtet werden, bevor die provisorischen Straßen und/oder Gebäude darauf errichtet werden.

Dies kann durch das (buchstäbliche) Ausrollen von Geokunststoffen wie Vliesstoffen und Folien geschehen. Auf diese Weise wird eine enorme Zeitersparnis durch die Begrenzung der Aushubarbeiten und des traditionellen Fundamentmaterials erzielt.
Notfallkrankenhäuser, wie das in Wuhan, wo die Pandemie erstmals Opfer forderte, können durch den Einsatz von Geokunststoffen sehr schnell gebaut und in Betrieb genommen werden.

Was ist Geotextil und wie wird es hergestellt?

Geotextilien ist ein Wort, das viele Dinge umfasst. Es ist auch von Geokunststoffen die Rede, es gibt sie in verschiedenen Varianten: Als Gewebe, als Vliesstoff oder Nadelfilz, als Gitter, in Folien und sogar in Kombinationen der vorgenannten Materialien als Geo-Verbundstoff.

Es gibt sie auch in vielen Variationen, die aus sehr unterschiedlichen Rohstoffen hergestellt werden. Die Geotextilien, die wir in unseren Produktionsstätten in Italien und Belgien herstellen, sind Nadelfilze, die auch thermofixiert werden können. Sie sind robust und halten lange Zeit. Unter der Erde kommen sie oft mit Wasser, Baustoffen aller Art und manchmal auch mit chemischen, sowie biologischen Stoffen in Kontakt, so dass sie fest und widerstandsfähig sein müssen. Sie sind ungiftig, lösen sich beispielsweise nicht durch Kontakt mit dem Grundwasser auf, und sind daher nicht umweltschädlich.

Für die Herstellung von Nadelfilz für Geotextilien verwenden wir starke Fasern. Dabei kann es sich um synthetische Fasern, wie PP, PES, PA, Aramid, aber auch um biologisch abbaubare Fasern, wie PLA, handeln. Diese Fasern werden in Ballen in die Maschine gegeben, in denen Nadeln mit Haken die Fasern über und unter einander ziehen, so dass sie ein einheitliches Ganzes bildet. Sie können sich den Produktionsprozess von Nadelfilz auf unserem YouTube-Kanal anschauen, wo Sie auch viele weitere Produktionsprozesse von technischen Textilien finden können.

Die starken Fasern stellen wir auch selbst her. Wir kaufen hierzu PP-Chips an und extrudieren sie zu Stapelfasern mit sehr hoher Zugfestigkeit.

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